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Beschwerdestellen sollen bei Problemen mit Girokonten helfen - Erste Wochenendzusammenfassung
Hilfe bei Unregelmäßigkeiten oder Kündigung Hamburg (AP) Bei Problemen mit Girokonten sollen Bürger sich künftig an spezielle Beschwerdestellen wenden können. Nach einem Bericht der «Welt am Sonntag» plant die Bundesregierung die Einrichtung solcher Stellen, die den Kunden helfen sollen, Girokonten zu eröffnen und gegen Unregelmäßigkeiten bei der Kontoführung oder die Kündigung bestehender Konten anzugehen. Die Beschwerdestellen sollten zu einem besseren Verhältnis zwischen Banken und Kunden führen und zudem die Gerichte entlasten. Aus einem internen Bericht der Bundesregierung gehe hervor, dass allein Sparkassen in einem Zwölf-Monats-Zeitraum bundesweit rund 41.000 Girokonten gekündigt hatten. Als Begründung seien in 9.400 Fällen Leistungsmissbrauch, 8.860 Mal dauerhafte Kontopfändungen sowie 1.150 Mal falsche Angaben der Kontoinhaber genannt worden. Zudem seien mehr als 6.000 Anträge auf Eröffnung eines Kontos abgelehnt worden, vor allem wegen angeblich vorausgegangenen Leistungsmissbrauches.
Um entsprechende gesetzliche Regelungen zu vermeiden, hatten sich die im Zentralen Kreditausschuss (ZKA) zusammengeschlossenen Verbände der Kreditwirtschaft verpflichtet, «Girokonten für jedermann» unabhängig von Art und Höhe der Einkünfte und auch bei negativen Schufa-Eintragungen zu eröffnen. Die Zahl dieser Girokonten, die in der Regel die Konto führenden Institute eher belasten, liegt inzwischen bei annähernd 1,2 Millionen. |